So ist es in Syrien

Seit Anfang 2011 ist Krieg in Syrien. Viele Menschen sind tot und viele verletzt, viele Kinder haben keine Eltern mehr. Viele Leute haben nichts zu essen, sie bleiben alle den ganzen Tag zu Hause wegen den Terroristen. Sie sind gewalttätig gegenüber Kindern, Frauen und Männern.

Man kann nicht in Freiheit leben wie man möchte, die Menschen haben keine Rechte und stellen keine Ansprüche mehr. Viele Menschen lügen dich an, damit du machst, was sie wollen. Viele Menschen sind gemein und wollen dein Leben kaputt machen. Die Häuser sind fast alle kaputt, man kann überall Blut und Tod riechen. Die Menschen haben Angst rauszugehen, z. B. um Brot zu kaufen. Durch die Bombardierungen sieht es bei dunkler Nacht aus, als wäre hellichter Tag. Im Krieg bleiben alle den ganzen Tag zu Hause.

Viele Kinder sagen: „Wir wollen auch ein schönes Leben haben, wie andere Kinder und wir wollen in Freiheit leben.“

Viele sind geflüchtet und viele sind auf der Flucht gestorben. Viele haben Glück gehabt und es in ein anderes Land geschafft, z. B. nach Deutschland.

Es gibt viele Jugendliche, die ohne ihre Eltern nach Deutschland gekommen sind. Viele Jugendliche sind glücklich, weil sie in Deutschland in Frieden und Freiheit leben können, sie können sich eine Zukunft aufbauen, aber manchmal sind sie auch traurig, weil sie ihre Eltern und Geschwister sehr vermissen.

In Damaskus bin ich sieben Jahre in die Schule gegangen. Die Lehrer in der Schule sind sehr streng, wenn man keine Hausaufgaben hat, wird man z. B. mit einem Lineal geschlagen und Mädchen werden an den Haaren gezogen. Wenn man ein Handy benutzt, wird es kaputt gemacht, auch einen Taschenrechner darf man nicht benutzen. Alle tragen eine einheitliche Schulkleidung, und Mädchen dürfen keinen Schmuck, wie z. B. Ohrringe oder eine Kette tragen.

Die Kinder von den Lehrern bekommen in der Schule immer gute Noten, ohne dass sie irgendetwas machen und am Unterricht teilnehmen müssen. Die anderen Schüler müssen für diese Kinder alles machen.

Die Schulwoche geht von Sonntag bis Donnerstag, jeden Freitag und Samstag ist frei. In der Schule wird jeden Donnerstag und Sonntag die Nationalhymne gesungen. Einmal, als wir die Nationalhymne gesungen haben, kamen Terroristen und haben vom Schuldach aus einen Lehrer und zwei Schüler erschossen. Ich habe mich auf den Boden gelegt. Danach bin ich nicht mehr in die Schule gegangen und auch die anderen Schüler nicht. Heute gehen in Syrien nur noch kleine Kinder in die Schule, denn die großen werden als Soldaten genommen.

In der Schule durfte man nicht Kurdisch sprechen oder lernen, nur Arabisch. Wenn man Kurde ist, wird man nicht respektiert.

In Damaskus kann jeder auch ohne Führerschein mit dem Motorrad oder Auto fahren. Viele bauen Unfälle, und viele Menschen bleiben, wenn sie ein Kind anfahren, nicht stehen, sondern fahren einfach weiter. Man muss immer aufpassen, mir ist auch einmal ein Motorrad über den Fuß gefahren, und eine Freundin von mir hat bei einem Unfall ihre Zehen an einem Fuß verloren.

Viele Menschen in Syrien leben auf der Straße, wenn man keine Arbeit hat, hat man auch nichts zu essen und auch keine Krankenversicherung.

Ahmad Ramadan

Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Leverkusen-Schlebusch

Pfr. Jürgen Dreyer

Telefon: 0214 73489213
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Verwaltung der Stadt Leverkusen

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Telefon: 0214 406-8811
eMail: eMail

Alkenrather Familientreff

(Anlaufstelle z. Zt. auch für Flüchtlings-Frauen)

Britta Weise

Telefon: 0214 73486430

Evangelische Kirchengemeinde Leverkusen-Schlebusch, Martin-Luther-Straße 4, 51375 Leverkusen, Pfarrbüro Tel. 0214 357699-99