Ein Jahr Deutschland

Eine junge Syrerin erzählt

Ich bin Lilas, und ich kam vor einem Jahr mit meiner Familie aus Syrien. Seit fünf Jahren hat Syrien den Krieg, aber eigentlich ist das Problem nicht nur der Krieg, sondern die schlechte Politik. Männer und Jugendliche werden ohne Beweismittel angeklagt, sie würden in Syrien Probleme machen, und deshalb ins Gefängnis gesperrt.

Wir haben unser Land verlassen, weil wir Angst um meinen Bruder und meinen Vater hatten.

Nicht nur unser Land, unsere Wohnung, die Schule, sondern auch unsere Träume, die große Familie, die Freunde und Freundinnen und viele Erinnerungen haben wir zurück gelassen.

Es ist schwer. Man will sein Land nicht verlassen. Manchmal wird uns alles Schöne genommen, ohne dass wir gefragt werden. Als wir aus Syrien ausgewandert sind, hatten wir nicht darüber nachgedacht, wohin wir emigrieren würden. Wegen der Politik können wir nicht in unserem Land bleiben, und viele syrische Leute sind nach Deutschland gekommen.

Deutschland ist besser als andere Länder, um zu lernen. Außerdem erlaubt uns die deutsche Politik, hier zu bleiben, bis der Krieg in Syrien zu Ende ist. Jetzt wohnen wir in Leverkusen. Die Leute sind sehr nett. Natürlich gibt es einige Leute, die die Ausländer nicht mögen, aber meistens sind die Leute nett. Wir fühlen nicht, dass wir fremd in Deutschland sind.

Vielleicht weiß ich nicht genau, warum wir nach Deutschland gekommen sind, aber ich weiß genau, was ich in Deutschland machen will. Jede Person hat ein Ziel, und mein Plan ist, Journalistin zu werden.

Als ich nach Deutschland gekommen bin, haben viele Leute gesagt: „Deine Träume in Deutschland sind schwierig, weil Du gut Deutsch sprechen musst, und Du bist neu in Deutschland!“, aber ich lerne gut Deutsch, und ich will alles machen, was für mein Ziel nötig ist.

Wir wollen in Deutschland leben, ohne Geld zu nehmen. Das ist schwer für uns, denn ohne Arbeit müssen wir das Geld nehmen.

Aber wir danken den deutschen Leuten und der Politik. Sie haben uns viel geholfen. Deutschland gefällt uns, aber wir sehnen uns nach unserer Heimat, und wir wollen in unser Land zurück, wenn die Politik in Syrien das erlaubt und wir ohne Probleme in unserer Heimat leben können.

Aber wir vergessen die deutschen Leute und die Politik nicht! Sie haben viel für uns getan. Bis wir in unser Land zurückgehen können, wünschen wir uns, dass wir gute Flüchtlinge sind und dass wir wie ein Teil von Deutschland werden. Das bedeutet, dass wir etwas Schönes für uns und für Deutschland machen, damit wir ein gutes Leben in Deutschland haben.

Zum Schluss wünsche ich uns und allen Leuten, dass wir in der Welt ohne Krieg in Frieden leben!

Die Geschichte der Blume

Die Blumen meines Landes,
die sie abgerissen haben.
Die Blumen des Friedens,
die weiß immer waren.
Sie duften sehr gut am Morgen,
die Damaskus Hoffnung gaben.
Die Blumen meines Landes.

Die Blume der Liebe.
Sie ist für ein syrisches Mädchen
die Schönste.

Wenn man richtig liebt,
Jasmin der Geliebten schenkt.
Der Duft der Blume sagt:
„Er liebt dich wohl oder
er lügt.“

Lilas

Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Leverkusen-Schlebusch

Pfr. Jürgen Dreyer

Telefon: 0214 73489213
eMail: eMail

Verwaltung der Stadt Leverkusen

Hotline für Flüchtlinge

Telefon: 0214 406-8811
eMail: eMail

Alkenrather Familientreff

(Anlaufstelle z. Zt. auch für Flüchtlings-Frauen)

Britta Weise

Telefon: 0214 73486430

Evangelische Kirchengemeinde Leverkusen-Schlebusch, Martin-Luther-Straße 4, 51375 Leverkusen, Pfarrbüro Tel. 0214 357699-99