Wahl zum Presbyterium 2012

Demokratie in der Kirche fängt mit Ihrer Stimme an. Wählen Sie mit!
Die Presbyteriumswahl 2012 findet am Sonntag, dem 5. Februar 2012, statt. Wie bei Wahlen üblich, gibt es auch für die Wahl des „Parlaments“ Ihrer Kirchengemeinde Regeln, die wir Ihnen hier vorstellen wollen.
Eintragung im Wählerverzeichnis
Ab dem 9. Januar 2012 liegen die Wählerverzeichnisse im Gemeindeamt in der Martin-Luther-Straße aus. Dort können Sie überprüfen, ob Sie als stimmberechtigt eingetragen sind und können fehlerhafte oder fehlende Eintragungen korrigieren lassen.
Schriftliche Einladung
Alle wahlberechtigten Gemeindeglieder erhalten eine Wahlbenachrichtigungskarte, mit der sie zur Teilnahme an der Wahl herzlich eingeladen werden. Außerdem bekommen Sie die Briefwahlunterlagen zugeschickt, falls Sie am Wahltag verhindert sind.
Vorstellung aller Kandidaten im Rahmen einer Gemeindeversammlung
Drei Wochen vor der Wahl, am Sonntag, dem 15. Januar, stellen sich im Anschluss an den Gottesdienst (11.00 Uhr) in der Ev. Kirche zu Schlebusch („Auf dem Blauen Berg“) alle Kandidatinnen und Kandidaten in einer Gemeindeversammlung um 12.15 Uhr den Gemeindegliedern vor. Im dazu verteilten Flyer ist der Ort der Gemeindeversammlung falsch angegeben, sie findet ebenfalls in der Kirche auf dem Blauen Berg statt!
Öffnung der Wahllokale
Die drei Wahllokale in Alkenrath, Schlebusch und Waldsiedlung sind am Wahlsonntag in der Zeit von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr, geöffnet. In welchem Wahllokal Sie wählen können, steht auf Ihrer Wahlbenachrichtigungskarte. Im Wahllokal bekommen Sie Ihre Wahlunterlagen gegen Vorlage der Wahlbenachrichtigungskarte oder des Personalausweises.
Stimmzettel
Der Stimmzettel enthält die Kandidatinnen und Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge mit laufender Nummerierung sowie die Angabe, wie viele Namen höchstens angekreuzt werden dürfen. In unserer Kirchengemeinde bewerben sich 13 Kandidatinnen und Kandidaten auf 12 Presbyterstellen. Angekreuzt werden dürfen somit höchstens 12 Personen bzw. mindestens eine Person. Wenn Sie mehr als 12 oder wenn Sie keine Person ankreuzen, ist der Stimmzettel ungültig. Außerdem ist eine weitere Stelle im Presbyterium vorgesehen, um die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde zu vertreten. Auf diese Stelle haben sich zwei Kandidatinnen beworben. Hier ist also nur eine Stimme abzugeben.
Wie geht es weiter?
Unmittelbar nach Ende der Wahlzeit nimmt der Wahlvorstand die Auszählung der Stimmen öffentlich vor. Das Wahlergebnis wird dann in den folgenden Gottesdiensten der nächsten zwei Sonntage und auf der Homepage (www.kircheschlebusch.de) veröffentlicht. Die dann gewählten Presbyter werden im Gottesdienst in der Friedenskirche am Sonntag, dem 11. März 2012 um 09.30 Uhr, in ihr Amt eingeführt und die ausscheidenden Mitglieder verabschiedet.
Mitarbeit im Presbyterium – Ein großer Schatz
Es ist nicht leicht, Menschen für das Presbyteramt zu gewinnen. Aber dennoch gelingt es immer wieder – warum?
Das liegt daran, dass unsere presbyterial-synodale Ordnung etwas ganz Besonderes ist. Sie baut darauf auf, dass sich evangelische Menschen aus verschiedenen Berufen und mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen und Frömmigkeitsformen für ihre Kirche engagieren und in einem demokratischen System aktiv die Leitung übernehmen. Es macht mich immer wieder froh und stolz zu sehen, welche Vielfalt und welcher Reichtum da in unseren Leitungsgremien versammelt ist – und zwar auf allen Ebenen, in den Gemeinden, den Kirchenkreisen und auf der landeskirchlichen Ebene.
Wie wird sich die Ehrenamtlichenkultur weiterentwickeln?
Unglaublich viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich, auch in der Kirche. Das ist ein großer Schatz! Nicht nur in den Gemeinden scheint es so, dass es schwerer wird, Menschen für ein langfristiges Engagement zu gewinnen. Aber der Einsatz für zeitlich begrenzte Projekte und für das, was den Menschen inhaltlich und biografisch am Herzen liegt, wird zunehmen. Es ist wichtig, dass Menschen erfahren, dass sie aktiv etwas gestalten und dafür Verantwortung übernehmen können. Die Jugendlichen in den Gemeinden machen es uns vor. Da heißt ein wichtiges Schlagwort: Partizipation. Sie suchen immer wieder neue Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung und Teilhabe.
Aus einem Interview „Kirche mit Spielraum“ mit Petra Bosse-Huber, Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland.
Kandidatinnen und Kandidaten
Michael Eichler (50), verheiratet, vier Kinder, leitender kfm. Angestellter

Seit anderthalb Jahren bin ich Presbyter, davor war ich es schon einmal für drei Jahre, unterbrochen durch einen Auslandsaufenthalt.
Was ich möchte: Mitarbeit an einer harmonischen Weiterentwicklung unserer Gemeindestrukturen, dabei Berücksichtigung der Wünsche der Gemeindeglieder im Rahmen der organisatorischen und finanziellen Möglichkeiten. Persönlich am Herzen liegen mir die Verkündigung und damit die Gestaltungsvielfalt unserer Gottesdienste, die einen möglichst großen Kreis ansprechen sollen, sowie eine auch weiterhin solide Gemeindefinanzierung und nach Möglichkeit Schaffung größerer Handlungsspielräume.
Antje Faak, ein erwachsener Sohn, Journalistin, psych. Beraterin

Ich bin in Alkenrath – wo meine Eltern heute noch leben – aufgewachsen. Pfarrer Karl-Heinz Lämmerhirdt hat mich seit meiner Jugend in meiner Entwicklung als evangelisches Gemeindeglied geprägt und Zeit seines Lebens mit Rat und Tat begleitet – wofür ich ihm heute noch sehr dankbar bin. Lange Zeit war ich als Journalistin in der Rheinischen Kirche tätig und lebe und arbeite jetzt als Psychologische Beraterin in Schlebusch.
Was ich möchte: Ich setze mich ein für Transparenz und Vertrauen im Presbyterium und in der Gemeinde und möchte die Öffentlichkeitsarbeit weiter entwickeln und nutzen, um auch Menschen zu erreichen, die nicht zum Kern der Gemeinde gehören.
Bettina Hartmann, (52), verheiratet, Konzernrevisorin

Was ich möchte: Ich will nicht nur am Gemeindeleben teilnehmen, sondern aktiv an der Weiterentwicklung der Kirchengemeinde mitarbeiten. Es macht mir Freude, mitzudenken, zuzuhören und Anregungen der Gemeindeglieder aufzunehmen, um diese in die Presbyteriumsarbeit einzubringen. Ich möchte dazu beitragen, dass die vielfältigen Angebote unserer Kirche möglichst viele Menschen erreichen.
Dr. Verena Hoene, (45), Rechtsanwältin, verheiratet, zwei Kinder.

Die Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde Schlebusch finde ich hervorragend.
Was ich möchte: Diese Arbeit an jungen Menschen möchte ich gerne unterstützen. Ein weiteres Anliegen ist für mich die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde, insbesondere in Zeiten der Kirchenferne.
Ingeborg Käseberg, verheiratet, zwei erwachsene Söhne

Seit 1992 bin ich Mitglied des Presbyteriums. Gleichzeitig bin ich Abgeordnete der Kirchengemeinde Schlebusch im Synodalvorstand des Kirchenkreises und Mitglied der Landessynode.
Was ich möchte: Meine Vorstellungen gehen dahin, mein auf den drei Ebenen erworbenes Wissen und meine ganze Kraft dafür einzusetzen, der Gesamtgemeinde eine für die Mehrheit tragbare Zukunft zu ermöglichen, immer vor dem Hintergrund des Machbaren.
Fritz Werner Kern (63), verheiratet, vier Kinder, Geschäftsführer der Ev. Altenheime der Diakonie im Kirchenkreis

Zu den Evangelischen Altenheimen der Diakonie im Kirchenkreis Leverkusen gehört auch das „Hertha-von-Diergardt-Haus“ in Alkenrath.
Was ich möchte: Mir ist wichtig, an der generationsübergreifenden Gemeindearbeit mitzuwirken und viel über die Wünsche, Sorgen, Hoffnungen und Bedürfnisse der Menschen in der Gemeinde zu erfahren. Gerne möchte ich Verantwortung übernehmen und mit anderen dafür sorgen, dass unsere Gemeinde lebendig und für alle Generationen ansprechend bleibt.
Dorothee Lagrange (42), verheiratet, drei Kinder, Ärztin (z.Zt. Hausfrau)

Ich bin der Kirchengemeinde in Schlebusch schon lange verbunden durch unsere Hochzeit und die Taufen der Kinder in der Friedenskirche, das Singen in der Kantorei, den Kindergarten und als Austrägerin der Brücke.
Was ich möchte: Mir liegt die Zukunft der Gemeinde am Herzen, darunter auch die Bau-/Renovierungsvorhaben – persönlich wünsche ich mir den Erhalt der Friedenskirche – und die Gestaltung der Gottesdienste sowie die Kirchenmusik. Ich würde mich freuen, wenn ich als Presbyterin die Gemeinde vertreten und unsere Zukunft mitgestalten könnte.
Thorsten Lesemann (44), verheiratet, zwei Töchter, Chemieingenieur, Betriebsleiter

Ich war bis zur letzten Wahl bereits zehn Jahren im Presbyterium. In dieser Zeit war ich im Umwelt- (Kirchenkreis), im Kindergarten- und Jugendausschuss tätig. In den beiden letzten Ausschüssen war ich in den letzten vier Jahre „berufenes“ Mitglied.
Was ich möchte: Nach einer möglichen Wahl sehe ich in diesen Ausschüssen auch weiterhin den Schwerpunkt meiner Presbyteriumsarbeit.
Klaus Radtke (53), verheiratet, zwei Kinder, leitender Angestellter

Die Gemeinde Schlebusch, vor allem der ehemalige Bezirk Alkenrath, hat das Leben meiner Familie deutlich mitgeprägt und uns einen großen Teil unseres Lebens begleitet. Deshalb ist sie mir sehr ans Herz gewachsen. Presbyter bin ich seit 1988.
Was ich möchte: Ich möchte deshalb etwas zurückgeben und die Gemeinde im Amt als Presbyter noch weitere vier Jahre begleiten, um sie angesichts der derzeitigen Herausforderungen zukunftsfähig zu machen.
Michael Schwenck (60), verheiratet, zwei erwachsene Söhne, Mediendesigner

Der Gemeinde Schlebusch gehöre ich seit über 30 Jahren an und war von 1982 bis 1990 schon einmal Mitglied des Presbyteriums. Seit zehn Jahren diene ich der Gemeinde als Prädikant, seit 2004 helfe ich den Pfarrern regelmäßig in der Konfirmandenarbeit.
Was ich möchte: Mir ist daran gelegen, die Zukunft der Gemeinde auch unter schwierigen finanziellen und strukturellen Bedingungen mitzugestalten, ohne die Bedürfnisse der Gemeindeglieder aus den Augen zu verlieren.
Matthias Seyfarth (46), Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent

Presbyter bin ich seit Januar 1998. Im Verlauf dieser Zeit habe ich in mehreren gemeindlichen und kreiskirchlichen Ausschüssen mitgearbeitet, 2001 wurde ich zum Prädikanten ordiniert.
Was ich möchte: Meinen Schwerpunkt sehe ich in der Prädikantenarbeit, in der Förderung der Kirchenmusik und darin, die Vielfalt der Aktivitäten in der Gemeinde Schlebusch zu erhalten und gemeinsam weiterzuentwickeln.
Nadine Sonnenberg (36), verheiratet, eine Tochter, diplomierte Bankbetriebswirtin. (BA)

Seit Frühjahr 2011 gehöre ich zum Kindergottesdienstteam des Familiensonntags, was mir sehr viel Freude bereitet und mein Interesse an der Kirchengemeinde gesteigert hat.
Was ich möchte: Durch eine Mitarbeit im Presbyterium möchte ich mich gern noch weiter in die Kirchengemeinde einbringen und insbesondere den Bereich „Jugend und Kind“ weiter entwickeln.
Anke Strehlke (45), Leiterin der ev. KiTa und des Familienzentrums in Lützenkirchen

Meiner Ausbildung zur Erzieherin folgte mein Studium (BA) Bildungs- und Sozialmanagement an der FH Koblenz.
Was ich möchte: Im Presbyerium möchte ich mich einbringen, weil ich selber erfahren habe, dass das Thema: Bildung-, Kinderbildungsgesetz, Kifög, SGB8, Kindertagespflege und die damit verbundenen Neuigkeiten ein Presbyterium überfordert. Ich möchte mein Fachwissen bereitstellen, um den Mitgliedern des Presbyteriums beratend zur Seite zu stehen und die Arbeit der Kindertagesstätte zu unterstützen, in der ich selbst ein Jahr als Erzieherin (1999-2000) gearbeitet habe.
Kandidatinnen für die Stelle der Mitarbeiter-Presbyterin
Gudrun Boksa (54), verheiratet, ein erwachsener Sohn, Leiterin der KiTa der Gemeinde Schlebusch

Seit etwas mehr als zehn Jahren leite ich die Tageseinrichtung der Gemeinde. Ich habe ein Studium der Diplom-Sozialpädagogik in Köln,
ein Kontaktstudium Sozialmanagement in Mainz und eine Ausbildung zur Supervisorin am Institut für Humanistische Psychologie in Köln absolviert.
Was ich möchte: „Nicht das Sein ist es das ich erstrebe, sondern das ständig neue Werden dessen, was ich bin“ gilt auch für den ganzheitlichen Ansatz meiner Ziele in und mit dieser Gemeinde. In Veränderungsprozessen unterschiedlichste Menschen mit ihren Bedürfnissen und Zielen verantwortungsvoll zu begleiten, anstehende Fragen gründlich zu prüfen sowie kluge Entscheidungen mit zu tragen macht nicht nur Arbeit sondern auch Freude.
Susanne Wissem, (45), verheiratet, zwei Kinder, Küsterin (Vertretungsdienst)

Zusammen mit meinem Mann stehe ich Tag für Tag in unserem Obst-und Gemüseladen in der Waldsiedlung. Vieles an Sorgen und Nöten, Klatsch, Ideen, Streit und Neuigkeiten passiert tagtäglich unsere Ladentheke. Wir haben das Gefühl, mitten im Leben zu stehen. So wünsche ich mir auch meine Kirchengemeinde, mit der ich aufgewachsen und seit meiner Kindheit verbunden bin, in deren Chören ich singe, für die ich gerne seit fünf Jahren sowohl in der Friedenskirche als auch am Blauen Berg und im Gemeindehaus in Schlebusch Vertretungs-Küsterin bin.
Was ich möchte: Ich möchte gerne im Presbyterium für diese Vision einer freundlichen Kirche eintreten: Mitten im Leben und immer mit dem Ohr bei den Sehnsüchten und Sorgen der Menschen.

