Eintritt in die Kirche
Der Weg (zurück) in die Kirche führt über die Kirchengemeinde des Wohnortes. Wer sich diesen Schritt überlegt, sollte ein Gespräch mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin suchen. Wer das ist, erfährt man im Zweifel durch einen Blick in das örtliche Telefonbuch: Unter „Kirchen, evangelische“ findet man den richtigen Anschluss. Bei solchen Gesprächen wird niemand bedrängt oder genötigt, man kann und man sollte seine Entscheidung gründlich bedenken.
Für Menschen, die noch nie Mitglied einer christlichen Kirche waren, gilt: Die Taufe ist Voraussetzung für eine Aufnahme in die evangelische Kirche. Es ist zwar die Regel, dass in den großen christlichen Kirchen die Kinder getauft werden, aber Erwachsenentaufen sind durchaus auch etwas ganz Normales.
Völlig „anonym“ kann man also nicht Mitglied der evangelischen Kirche werden. Aufgenommen wird man vom Presbyterium (der Gemeindeleitung) der Kirchengemeinde, in deren Bereich man wohnt. Besondere bürokratische Hindernisse gibt es dabei nicht.
Die Telefon-Nummern der Pfarrer unserer Gemeinde finden sie hier.
Acht Argumente für den Kirchen-Eintritt
- Die Kirche bildet als „Gemeinschaft der Gläubigen“ einen guten Rahmen, in dem mein eigenes Christsein Gestalt gewinnen kann.
- Hier geht es in besonderer Weise um „Religion“ als eine Sache des Gefühls; doch auch vielfältige soziale Einrichtungen erfüllen unverzichtbare Dienste.
- Die Kirche stellt handlungs-orientierende ethische Positionen bereit und ist sensibel z.B. in der Friedensfrage und bei der Abwehr von Gewalt.
- Sie hat große Kompetenz in Fragen menschlicher Lebensbegleitung und achtet die persönliche Freiheit der Ratsuchenden.
- Auch mit Behinderten und anderen gesellschaftlichen Randgruppen steht sie in Kontakt und sucht nach passenden Formen von Spiritualität.
- Das kirchliche Leben ist offen für die Aufnahme gesellschaftlicher Fragen und bietet den einzelnen eine Kraftquelle für ihren Alltag.
- In der Kirche wird die Botschaft von Jesus Christus verkündigt, die sinnstiftend wirkt und auf konfessionelle Abgrenzung verzichtet.
- Die Kirche bietet einen akzeptierenden Schutzraum, wo ich in aller Unvollkommenheit Mensch sein kann ohne Druck von außen.
Text aus einer Arbeitsgruppe des Kirchenkreises Leverkusen
